PEter KOrinek

Weil ich als Kind nicht gerade zu den Grossgewachsenen zu zählen war und in der Volksschultheatergruppe immer nur das siebente Geisslein oder den siebten Zwerg spielen durfte, obwohl ich ja doch viel lieber der böse Wolf sein wollte, hat mich immer schon das Schlagzeug von allen Instrumenten am meisten fasziniert. Es ist gross, laut, irgendwie brutal und männlich. Ausserdem - so dachte ich mir damals - kann es ja nicht so schwer sein, auf die Trommeln zu hauen. Das stellte sich alsbald als grober Irrtum heraus. So einfach wie es auschaute, war es bei weitem nicht! Aber mein Ehrgeiz war geweckt und ich wollte meinen  Jugendidolen nacheifern. Ich verbrachte also viel Zeit in diversen Probekellern und arbeitete hart daran, besser zu werden. Mit der Zeit wurde Musikmachen zu einem fixen Bestandteil meines Lebens. Es begann vor rund 20 Jahren und heute kann ich mir eine Leben ohne Musik nicht mehr vorstellen. In der Zwischenzeit habe ich auch noch Jazz-Schlagzeug studiert, das hat den Vorteil, dass ich dem Vorurteil, dass Schlagzeuger keine richtigen Musiker wären, entgegen wirken kann. Musikalisch habe ich keine bestimmten Vorlieben . Allergische Anfälle bekomme ich bei volksdämlicher Musik a la Moik und Hansi Hinterseer, mit Tekkno und Rave kann ich nichts anfangen, und mit dem Ö3-Junk-Food lebe ich auch auf Kriegsfuss.